
Leben und Tod bewegen uns Menschen. Es gibt keinen unter uns, den das nicht irgendwann, irgendwo betreffen würde. Wahrscheinlich sind es unsere intensivsten und unausweichlichsten Lebenserfahrungen, auch wenn wir dies nicht wahrhaben wollen. Sterben, Tod und Auferstehung Jesu Christi haben für uns als Glaubende mit unserem eigenen Leben und Sterben zu tun. „Leben wir, so leben wir dem Herrn. Sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Ob wir leben oder ob wir sterben: Wir gehören dem Herrn“ (Römer 14,8). Paulus, der sich viel mit diesen Zusammenhängen beschäftigt hat, bekennt es so.
Die Leiden des Glaubenden sind Schicksalsgemeinschaft mit dem leidenden Herrn und Kreuzesnachfolge. Ostern ist aber nicht weniger immer wieder die Botschaft vom überwundenen Tod, vom nichtbesiegbaren neuen Leben. Gott schenkt es in der Auferweckung Jesu Christi. Er schenkt und wirkt es in Jesus Christus, durch Jesus Christus, für die Vielen. Jesus Christus als der Auferstandene ist ja hier nur der Erstgeborene unter vielen Geschwistern. Es sind dies alles Glaubensaussagen, die uns geläufig und vertraut sind. Manchmal können wir sie kaum vollziehen und wahrhaben – aber für welchen Glaubenden werden sie nicht angefochten und erschüttert? Wer wird hier nie geprüft und in Frage gestellt? Wen bedrängt nicht die Ausweglosigkeit und Unabänderlichkeit jeden Sterbens? Der Tod ist doch unser aller bittere Not, das Dunkel, das keinem erspart bleibt. Und doch tragen wir über alles Sterben hinaus das Verlangen und die Hoffnung auf Leben in uns. Auch angesichts des Todes wollen und können wir es nicht preisgeben.
Das Kreuz ist Zeichen des Todes wie auch des Lebens. Zum einem zwei
verquere, einander überschneidende Balken, die alles durchkreuzen,
verneinen, aufheben und vernichten. Zum anderen ebenso ein Grundmuster,
das allem Leben zutiefst eingefügt ist und innewohnt, das es aufbaut,
aufrichtet und aufrecht halten kann.
Paulus sinniert über das Kreuz und seine Verkündigung: Es
sei wohl ein empörendes Ärgernis und eine Torheit, aber eben
auch Gottes Kraft und Gottes Weisheit (1 Kor 1,23). So war es zu Zeiten
der Apostel schon, und so ist es in Zeiten eines Kreuzesurteils nicht anders.
Jahrhunderte christlicher Tradition und Kultur haben ihre je eigene Kreuzdarstellungen geschaffen: Triumphkreuze mit Gemmen und Edelsteinen; den erhöhten Herrn am Kreuz, der den Tod überwunden hat und nun alle an sich ziehen will in die Fülle des Lebens hinein; den leidenden Gottesknecht, der die Pestschwären, den Aussatz und die Gottverlassenheit der jeweiligen Epoche trägt; das Kreuz als sprossender Lebensbaum, das neuen Sinn stiften und Hoffnung wecken kann.
So feiern wir jedes Ostern Tod und Auferstehung Jesu Christi. Möge dies uns in diesen Tagen wieder etwas bewegen; mögen wir vor allem das, was wir in unserem Leben erfahren und zu erleiden haben, mit dem, was wir glauben, zusammenbringen dürfen.
Pfarrer Walter Thaler
| Tod und Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus – daran erinnern in unserer Kirche St. Johannes das Altarkreuz (1961) und der Osterleuchter (1957) von Josef Frey. Der Osterleuchter ist sehr originell. Er bezieht sich auf das Zeichen des Jona aus Matthäus 12,39f. Aus dem Maul des Fisches, aus den Abgrundtiefen der Unterwelt und des Todes steigt die Gestalt des Propheten hervor, welche die Osterkerze trägt. |
Der zweite Schritt war der Besuch der Sternsinger am Fest der Heiligen Drei Könige im Gottesdienst der Christuskirche auf dem Roßbühl. Staunend und mit großer Freude wurden sie empfangen. Wir hoffen, daß sie auch im nächsten Jahr nicht an unserer Kirche vorüberziehen.
Zum
dritten Schritt wurde die „Gebetswoche für die Einheit der Christen“
im Januar. So feierten wir gemeinsam am Sonntag, den 18. Januar, in der
Christuskirche einen ökumenischen Gottesdienst. Laien aus beiden Gemeinden,
sowie Pfarrer Thaler, Pfarrer Doll und ich, gestalteten den Gottesdienst
unter dem Pauluswort aus dem Römerbrief „Der Geist hilft unserer Schwachheit
auf“. Mit einer gemeinsamen Erneuerung unserer ökumenischen Verpflichtung
wurde der Gründung der ökumenischen Bewegung vor fünfzig
Jahren in Amsterdam gedacht. Die vielen Gottesdienstbesucher versprachen:
„Was uns verbindet ist stärker als das, was uns trennt. Deshalb wollen
wir beharrlich aufeinander hören und auf die Nöte der anderen
achten. Wir wollen noch besser lernen, unsere Verschiedenheit als Reichtum
zu erfahren und nicht als Bedrohung.“
Zwei ökumenische Bibelgespräche im Januar im Katholischen
Gemeindezentrum und im Evangelischen Gemeindehaus hatten jeweils rund 50
Gemeindemitglieder zu intensiven Gesprächen über ihren Glauben
zusammengeführt.
Auch in der Frauenarbeit werden zur Zeit die ökumenischen Kontakte verstärkt. Zum jährlichen Weltgebetstag, der weltweit am ersten Freitag im März die Frauen aller Konfessionen zu einem Gottesdienst zusammenruft, gesellen sich nun noch die ökumenischen Frauentreffs am Samstag vormittag mit Frühstück, Referat und Gespräch.
Ich bin gespannt, wie wir auf den neuen gemeinsamen Wegen weitergehen werden.
Pfarrer Volkmar Klopfer, Evangelische Kirchengemeinde Korntal
Kinder fliehen aus Not. Sie geraten zwischen die verfeindeten Fronten und werden zu Grausamkeiten gezwungen. Sie werden Täter und Opfer zugleich. Wer von den Teilnehmerinnen des Frauentreffs sich nicht nur informieren, sondern auch aktiv etwas tun wollte, konnte einen bereits vorbereiteten Brief an den Präsidenten der Republik Sudan unterzeichnen und – mit eigenem Absender – abschikken, um auf die Schicksale von Kindern in Uganda aufmerksam zu machen. Der Sudan unterstützt eine Gruppierung (LRA) in Uganda, die gegen die Regierungstruppen kämpft. Hoffen wir, daß viele solcher Briefe etwas gegen diese grausamen Menschenrechtsverletzungen bewirken können. Die Reihe ökumenischer Frauentreffs wird fortgesetzt.
| Die Katholische Kirchengemeinde Sankt Johannes, Korntal, sucht baldmöglichst
in Nebentätigkeit (620 Mark Basis) Zu Ihren Aufgaben gehört
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann sprechen Sie direkt mit Pfarrer
Walter Thaler oder rufen Sie ihn an unter Tel. 0711/831653.
|
Sonntag
10.00 Eucharistiefeier
13.30 Sati sveta Misa na
Hrvatskom jeziku (kroatisch)
Montag
9.00 Eucharistiefeier
Dienstag
8.30 Eucharistiefeier
Mittwoch
7.50 Schülergottesdienst
Donnerstag
17.35 Rosenkranz
18.15 Abendmesse
Freitag
8.00 Eucharistiefeier
Freitag, 10. April – Karfreitag –
11.00 Passionsstunde für Kinder
15.00 Feier vom Leiden und Sterben Christi
18.00 Metten-Andacht
Samstag, 11. April – Karsamstag –
20.30 Osternachtfeier mit Lichtfeier, Wortgottesdienst, Wasserweihe
und Eucharistie
Sonntag, 12. April – Ostersonntag –
10.00 Festgottesdienst mit Schubert-Messe in C für Soli, Chor
und Orchester
Montag, 13. April – Ostermontag –
10.00 Eucharistiefeier
Donnerstag, 11. Juni
Fronleichnamsprozession mit anschließendem gemütlichem Beisammensein.
Freitag, 10. Juli
Firmung durch Domkapitular Prälat Jürgen Adam. Es haben sich
25 junge Leute als Firmbewerber angemeldet.
Samstag, 11. Juli
Dekanatswallfahrt nach Kloster Reute
Der Kirchengemeinderat hat sich in seiner Klausurtagung im Februar 1998 mit diesem Thema befaßt. Erfreulich ist, daß das Bischöfliche Ordinariat die Stellen für einen Gemeindereferenten und einen Pastoralreferenten im Februar im kirchlichen Amtsblatt ausgeschrieben hat. Bei den Gemeindeleitungen haben sich in den vergangenen Wochen bereits Interessenten über die beiden Kirchengemeinden informiert. Für uns eine positive Reaktion. Leider haben die Kirchengemeinden auf die Besetzung der Stellen keinen Einfluß. Die Bewerbungen werden beim Bischöflichen Ordinariat geprüft. Auch die Entscheidung, ob eine Stelle besetzt wird und mit welchem Bewerber, trifft das Bischöfliche Ordinariat. Wir müssen also noch abwarten.
Ab Oktober 1998, nachdem Pfarrer Thaler in den Ruhestand gegangen ist, wird es für die Pastorale Einheit nur noch einen Pfarrer geben. Dies bedeutet für uns in Korntal, daß am Wochenende nur noch eine Eucharistiefeier stattfinden kann. Auch während der Woche wird es nur noch an ein bis zwei Tagen die Möglichkeit zu einer Eucharistiefeier in Korntal geben. Der zweite Gottesdienst am Wochenende wird als Wortgottesdienst gefeiert werden. Wochentags sind Wortgottesdienste und Andachten möglich.
Wenn
es nach dem Kirchengemeinderat geht, wird auch der wöchentliche Schülergottesdienst
beibehalten. Für die Vorbereitung sollen Religionslehrer und hauptamtliche
Mitarbeiter aus unserer Kirchengemeinde gewonnen werden.
Einen breiten Raum in den Überlegungen bei der Klausurtagung nahm
der Bereich Krankenkommunion und der Besuchsdienste ein. Diese Gebiete
werden zukünftig in größerem Umfang Ehrenamtlichen aus
unserer Gemeinde anvertraut. Wichtig ist, daß diese Ehrenamtlichen
von den hauptamtlichen Mitarbeitern begleitet werden. Wir sind hier dringend
auf die Mithilfe weiterer Personen angewiesen.
Auf den Aufruf im letzten MomentMal, sich an der Diskussion über die Zukunft unserer Gemeinde zu beteiligen, gab es erfreuliche Reaktionen. Für alle Rückmeldungen ein herzliches Dankeschön. Der Kirchengemeinderat hat die Rückmeldungen in seine Diskussion mit einfließen lassen.
Die
Mitglieder des Kirchengemeinderates möchten Sie über die Entwicklungen
für die Zukunft unserer Gemeinde auf dem Laufenden halten. Wir bitten
Sie weiterhin um Ihre Anregungen und Bemerkungen, Wünsche und Mithilfe
– denn Gemeinde sind wir alle.