
Advent - allein schon der Name ruft Vieles und Unterschiedliches in uns wach. Es ist uns gewiß nicht leicht gemacht über der Hektik, die manchmal gerade diese Wochen kennzeichnet, und über dem Vordergründigen, das sich gerade hier so breitmachen will, zum eigentlichen Sinn und Anliegen dieser Zeit in christlichem Verständnis zu finden."O Morgenstern, Glanz des ewigen Lichtes
der Gerechtigkeit strahlende Sonne:
O komm und erleuchte die da sitzen
in Finsternis und im Schatten des Todes!"
Advent ist ja Bereitungszeit, Rüstzeit auf die Ankunft unseres
Herrn Jesus Christus. So versteht und feiert es unsere Liturgie und kirchliche
Überlieferung. Im Grund ist ja unser ganzes Jahr, unser ganzes Leben,
die ganze Weltzeit ein solcher Advent. Den Wochen vor der Feier der Christgeburt
ist jedoch dieser besondere Charakter zu eigen.
Um die Ankunft Jesu Christi geht es jeden Advent in einem mehrfachen
Sinn.
Jesus Christus ist gekommen:
Damals in Bethlehem, als er Mensch geworden ist, alles Unsere angenommen
und der Welt das göttliche Wohlgefallen zugewendet hat.
Jesus Christus kommt:
Heute und jetzt immer noch, immer wieder - in so vielen Situationen
seiner Kirche, in dieser Welt, aber auch in unserem Leben. Unsere Herzen
sind für diese Wirklichkeit zu öffnen und unser Sinn dafür
zu wecken. Jeder Advent möchte uns neu dazu verhelfen.
Jesus Christus wird am Ende kommen,
um das Reich Gottes zu vollenden. Wir glauben, daß er als der
Herr zur großen Stunde, die er bestimmt, alles neuschaffen und vollenden
wird.
Advent ist so Zeit der Erwartung, der Hoffnung, der Zuversicht und
der Freude. Wir Christen suchen dies ein wenig in unserer täglichen
Welt zu leben, so unseren Mitmenschen zu begegnen und gerecht zu werden.
Das anwachsende Licht und die Wärme der Kerzen, das Grün
der Zweige, sind in der zunehmend winterlichen Jahreszeit kleine Zeichen
für diese Haltung des Advent.
In besonderer Weise versuchen wir in diesen Wochen, auch für die
Nöte unserer Zeit und den Zustand der Welt sensibel zu sein. Menschen
um uns brauchen uns und bedürfen der Zuwendung. Jeder hat hier - so
klein seine Kräfte auch sein mögen - viele, viele Möglichkeiten.
Wir sollten uns dabei nicht so leicht entmutigen lassen.
Uns allen wünsche ich in diesem Sinne eine gesegnete Zeit des Advent und die Erfahrung der Nähe und des Kommens unseres Herrn.
Walter Thaler
| Gott hat seinen Sohn als Licht in die Welt gesandt. Unseren Gemeindemitgliedern
und ihren Angehörigen wünschen wir, daß sie in den kommenden
Tagen die Nähe und Helligkeit des ankommenden Christus erfahren.
Ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein friedvolles, gesundes neues Jahr 1998 wünschen Ihnen im Namen des Kirchengemeinderates Pfarrer Walter Thaler
|
Aber auch:
Wie möchte und kann ich mich engagieren?
Der KGR hat dieses Thema schon häufig diskutiert und macht es zum zentralen Inhalt seiner nächsten Klausur im Februar. Dazu brauchen wir ihre Meinung. Schreiben Sie uns ihre Gedanken. Im nächsten "MomentMal" möchten wir einen Teil ihrer Zuschriften veröffentlichen.
Unsere Ausgangslage läßt sich kurz wie folgt beschreiben:
Ende September 1998 wird unser Pfarrer Thaler in den Ruhestand gehen
und die Gemeinde verlassen. Dies bedeutet einen großen Einschnitt.
Unsere Sankt-Johannes-Gemeinde wird ihre rechtliche Selbstständigkeit
und Eigenständigkeit behalten. Aber wir werden zukünftig einen
Pfarrer mit Münchingen-Hemmingen teilen. Sofern das Bischöfliche
Ordinariat die Stelle besetzt, werden beide Gemeinden zusammen einen hauptamtlichen
Pastoralreferenten bekommen. Die Zusammenarbeit mit unserer Nachbargemeinde
wird dadurch enger werden. Dies bietet neue Chancen. Der zukünftige
Pfarrer ist für ein größeres Gebiet und mehr Gemeindemitglieder
zuständig. Er kann nicht mehr überall sein, sondern muß
Schwerpunkte setzen. Vieles von dem, was bisher von unserem Pfarrer erledigt
wurde, müssen zukünftig Ehrenamtliche tun. Haben wir für
solche Aufgaben keine Freiwilligen, müssen wir Einschränkungen
machen. Beispielhaft sollen hier nur einige Aufgaben genannt werden:
Die Adresse lautet:
Carl-Peters-Str. 7, 70825 Korntal.
Oder faxen Sie an 0711/831648. Der Kirchengemeinderat freut sich auf
ihre Reaktion.
Sonntag
10.00 Eucharistiefeier
13.30 Sati sveta Misa na
Hrvatskom jeziku (kroatisch)
Montag
9.00 Eucharistiefeier
Dienstag
8.30 Eucharistiefeier
Mittwoch
7.50 Schülergottesdienst
Donnerstag
17.35 Rosenkranz
18.15 Abendmesse
Freitag
8.00 Eucharistiefeier
Donnerstag, 25. Dezember
10.00 Hochamt mit Kantaten und Motetten von Hammerschmidt und Buxtehude
18.00 Weihnachtsvesper
Freitag, 26. Dezember
10.00 Eucharistiefeier
Samstag, 27. Dezember
18.15 Vorabendmesse
Sonntag, 28.Dezember
10.00 Eucharistiefeier
Mittwoch, 31. Dezember
17.30 Eucharistiefeier mit Jahresabschluß
Donnerstag, 1. Januar
10.00 Eucharistiefeier
Samstag, 3. Januar
18.15 Vorabendmesse
Sonntag, 4. Januar
10.00 Eucharistiefeier
Montag, 5. Januar
18.15 Vorabendmesse
Dienstag, 6. Januar
10.00 Eucharistiefeier mit den Sternsingern
Sonntag, 14. Dezember
10.00 Paralleler Wortgottesdienst für Kinder
Freitag, 19. Dezember
Schulschlußgottesdienste (siehe Amtsblatt)
Samstag, 20. Dezember
15.30 Beichtgelegenheit bei fremdem Beichtvater
Sonntag, 21. Dezember
18.00 Bußfeier für die Gemeinde
Sonntag, 11. Januar
10.00 Paralleler Wortgottesdienst für Kinder
Sonntag 25. Januar
10.00 Familiengottesdienst
Sonntag, 1. Februar
10.00 Paralleler Wortgottesdienst für Kinder
11.30 Ökumenischer Jugendgottesdienst in St. Johannes
Sonntag, 15. Februar
10.00 Familiengottesdienst, gestaltet von den Erstkommunionkindern
1998
Sonntag, 8. März
10.00 Paralleler Wortgottesdienst für Kinder
Sonntag, 22. März
10.00 Familiengottesdienst
Montag, 19. Januar
Philip Melanchton -
Humanist, Mitarbeiter Luthers und einiges mehr
Die Veranstaltungen finden jeweils um 20.00 Uhr im Gemeindezentrum statt.
Sonntag, 18. Januar
17.30 Ökumenischer Gebetsabend in der Christuskirche
Donnerstag, 22. Januar
20.00 Ökumenischer Bibelabend im Gemeindezentrum
Veranstaltungen, Konzerte und Ausblick
Sonntag, 30. November
19.00 Kirchenkonzert zum 1. Advent
Hildegund Treiber, Orgel
Daniela Mussel, Flöte
Samstag, 6. Dezember
16.30 Nikolausfeier der KAB für Kinder im Gemeindezentrum
4. bis 6. Januar
Sternsingeraktion "BURAKIE - Einander Segen sein, damit Kinder heute
leben können" mit dem Förderungsschwerpunkt Erziehungs- und Bildungswesen
in Eritrea.
Listen zum Eintragen von Wünschen zur Besuchszeit liegen ab 26. Dezember in der Kirche auf.
Montag, 9. Februar
20.00 GZ-Gespräch
"Kinder und Jugendliche in der Kirche" mit Dipl.-Theologin Dorothee
Kluth.
Samstag, 21. Februar
Kinderfasching im Gemeindezentrum
Freitag, 6. März
Weltgebetstag der Frauen
Sonntag, 19. April
- Weißer Sonntag -
Feier der Erstkommunion
Freitag, 10. Juli
Firmung mit Domkapitular Prälat Adam
| Januar: | Sternsingeraktion | 5.901,85 DM |
| "Afrika-Tag" | 391,98 DM | |
| Februar: | Caritas-Fastenopfer | 3.443,88 DM |
| März: | Misereor | 4.652,91 DM |
| Mai: | Renovabis, Aufgaben in Osteuropa | 1.329,71 DM |
| Juni: | Diaspora und Schulkollekte | 695,60 DM |
| September: | Caritas-Kollekte | 4.939,15 DM |
Das diesjährige Ergebnis der Sternsinger ist das bisherige Rekordergebnis
unserer Gemeinde. Dafür und für alle weitere Unterstützung
den Spendern ein recht herzliches "Vergelts Gott".
In ihrer Eröffnungsrede motivierte Ministerin Dr. Annette Schavan die Frauen, sich aktiv an einer neuen Gesellschaftsstruktur zu beteiligen. "Fromm und politisch sein" gehörten zusammen, da Christinnen in besonderer Weise kompetent sind, einer Gesellschaft Impulse zu geben.
Bischöfin Maria Jebsen von der nordelbischen evangelischen lutherischen Kirche forderte die Frauen in einem eindrucksvollen Referat dazu auf, der Welt ein neues Kleid anzupassen, dessen Stoff aus Liebe, Toleranz, Freundschaft, Anerkennung und Vertrauen besteht. Als Nähkasten diene die Bibel. Ökumenische Solidarität verbinde Kulturen, Konfessionen, Kontinente, Geschlechter und Altersunterschiede.
Acht Frauen aus verschiedenen Kirchen stellten sich bei einem Podiumsgespräch der Frage: "Was macht mir als Frau Lust auf Kirche?" und erläuterten hierbei ihre Erfahrungen und Visionen für die Kirche. Schwester Paulin Link, Franziskanerin, schilderte eindrucksvoll, wie die Bibel für sie ein wichtiges "Lebensmittel" darstelle.
In neun verschiedenen Foren, mit den Schwerpunkten "Spiritualität - Liturgie - Glaube", "Arbeit - Wirtschaft", "Lebensentwürfe - Lebensformen" und "Ökumene" diskutierten Frauen und versuchten, Leitlinien zu erarbeiten, über die im gesamten Frauenrat abgestimmt wurde. Nach einem beeindruckenden ökumenischen Abschlußgottesdienst unter dem Motto "Schwester steht auf" wurden diese Leitlinien im Gespräch den jeweiligen Kirchenleitungen (für die römisch-katholische Kirche: Bischof Walter Kasper) übergeben. Dieser sehr umfangreiche Forderungskatalog beinhaltete unter anderem: Die Gleichstellung von Frauen und Männern im Sinne des Evangeliums, eine gemeinsame Mahlfeier, verstärkte kirchliche Medienkontrolle und -mitsprache, sozial abgesicherte Tätigkeiten von Frauen und die Gleichbewertung von Familienarbeit, Ehrenamt und Erwerbsarbeit.
Lust auf Kirche, Solidarität von Frauen im Hinblick auf die Gesellschaft der Zukunft - dafür boten diese drei Kongreßtage viel Erfahrungsaustausch, Motivation und Impulse.
Carola Kroeker